Ballast abwerfen

Mit dem Oktober sind wir in der Zeit zwischen Ernten und Ruhen angekommen. Es ist Zeit, unsere Ernte des vergangenen Jahres zu betrachten und bevor wir sie einlagern, nachzuschauen, ob wir noch Dinge, Angewohnheiten oder Überzeugungen mit uns herumtragen, die uns nichts mehr nützen, die uns hindern und die Platz für Passenderes wegnehmen.

Entrümpeln ist eines der Themen der Jahreszeit. Das kann mit einem ganz materiellen Aussortieren, Durchsehen, Verabschieden von nicht mehr benötigten Gegenständen anfangen. Da dies vielen Menschen schwerfällt, helfe ich gerne dabei. Strategien und Rituale können diesen Prozess erleichtern und zu einem Entwicklungsschritt machen: Materielles Entkrempeln wirkt sich direkt auf unser seelisches Befinden aus.

Natürlich gehört auch die Inventur im Bereich Überzeugungen, Angewohnheiten, alte Muster, Ängste usw. dazu. Hier können wir uns selber auf die Schliche kommen, indem wir unsere ältesten Irrtümer entlarven und uns so von den aus ihnen resultierenden Automatismen befreien und somit wieder zu unserer Eigenmacht und überraschenden, oft ganz simplen, neuen Lösungen kommen.

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05. Oktober 2017 von Steffanie
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Der rote Faden der Veränderung.

Symptome sind Zeichen einer gesunden Reaktion auf ungesunde Umstände. Also hilft Wissen um die Umstände und die natürlichen Reaktionen, Begleitung statt „Behandlung“ und individuelle Strategie mehr als standardisierte Diagnose und Behandlung nach einem Schema, das vielleicht die krankmachenden Umstände als normal oder als unabänderliche Rahmenbedingungen ansieht.

In einer Welt zu leben, in der patriarchale Systeme die Gesellschaft von Ökonomie bis Schul- und Gesundheitssystem, die Religionen und sogar die Geschichtsschreibung dominieren, verursacht bei vielen Menschen  ein verstörendes Gefühl von Ver-rücktsein, Einsamkeit, Unsicherheit und viele Symptome mehr.

Darum steht das Wissen über Matrifokalität, die ursprüngliche und über 495.000 Jahre gelebte Lebensform der Menschen, im Mittelpunkt meiner therapeutischen Arbeit.

(„Matrifokalität bedeutet Mütter im Zentrum. Es ist die natürliche Lebensform der Menschheit seit dem Paläolithikum, der Altsteinzeit. In dieser mütterzentrierten Zeit entstanden wesentliche Kulturmerkmale der menschlichen Gemeinschaft, wie Muttersprache, die ersten Buchstaben, eine Religion der göttlichen Mutter, Kunst, eine an Frau Mond orientierte Zeitrechnung, eine nicht kriegsbasierte Form des Zusammenlebens, ein bewusster Umgang mit den Toten, um nur einige zu nennen.“ Zitat Kirsten Armbruster)

Die Methoden der klassischen Psychotherapie fußen auf dem patriarchalen Weltbild und den rudimentären menschheitsgeschichtlichen Kenntnissen von Männern wie Freud und Jung und ihren Zeitgenossen.

Sobald eine Krankheit oder Störung also ihre Ursache darin hat, dass das gesunde Empfinden, dass irgendetwas falsch sei, dass so die „Weltordnung“ doch nicht sein könne, keine Alternativen findet, können die herkömmlichen Therapien nicht greifen.

Es fehlt in unserer Gesellschaft sogar die Information darüber, dass es sich bei den aktuellen gesellschaftlichen Normen (fast global, inklusive der hier als alternativ so hochgeschätzten Religionen wie dem Buddhismus) um neue Machtkonstrukte (im geschichtlichen Zusammenhang stehen die 495.000 Jahre Matrifokalität lediglich 6.500 Jahren Patriarchat gegenüber) handelt. Sie stellen keine Wahrheiten, Werte oder Normen dar, nach denen Menschen leben müssen.

Genausowenig können Religionen Trost bieten, die sich schichtweise seit 6.000 Jahren über das natürliche, alte Wissen, in dem das Göttliche als Mütterliches empfunden wurde, stülpen und die im Zuge z.B. der Inquisition dieses alte Wissen mit den weisen Frauen (den „Hexen“) radikal und mit äußerster Grausamkeit ausgemerzt haben.

Erwerb von Wissen, die Entwicklung von Körpergefühl, Kontakt zu Erde und Natur, Erfahrungen an Orten, die nachweislich schon immer von Bedeutung für die Menschen waren, helfen, wieder eigen-mächtig zu werden, die Anbindung an den natürlichen Fluß wiederzufinden.

Dazu können wir alleine oder gemeinsam in die Natur gehen (z.B. Waldbaden), den Jahreskreislauf gemeinsam erleben und gestalten (Rituale zu den besonderen Zeitpunkten) und auch gemeinsam eine Reise auf dem Muschelweg machen.

Der Muschelweg, dessen Symbol die Muschel ist, wird vom herr-schenden System Jakobsweg genannt und so seiner eigentlichen Bedeutung beraubt. Die Muschel ist seit jeher ein urweibliches Symbol und der Muschelweg führt „von den matrifokalen Wurzeln der baskischen Mythologie bis zu den Nabelstein-Petroglyphen in Galicien, von der Vulvastadt Paris bis zur Mutterstadt Madrid, von der Pudendalandschaft der Camargue bis zu den heiligen Vulkanen in Le Puy-en-Velay“ (Zitat aus Kirsten Armbruster „Der Muschelweg“).

26. September 2017 von Steffanie
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